Auf an die Westküste

Samstag, 22.11.2014

Von Havelock gehts an die Westküste. Den ganzen Samstag fahrn wir nur und kommen im Hostel an. Ich habe ein günstiges Hostel in Taylorville bei Greymouth gefunden, sehr familiär. In jedem Zimmer ein Bücherregal mit klassischen Büchern aber auch modernere Literatur ist vertreten. Hier bleiben wir 2 Nächte.

Am Sonntag fuhren wir ins 30 Minuten weit entfernte Barrytown, dieses kleine Nest das nicht aus mehr als 5 Häusern besteht bietet eine coole Tagesbeschäftigung. Man kann hier sein eigenes Messer schmieden, mit einer etwa 14 Mann starken Gruppe heißt es zuerst den Rohling erhitzen und dann immer wieder behämmern. 

Danach grob schleifen, den Griff selber sägen, und dann immer mehr Feinschliffe.

Am Ende des Tages halte ich dieses Schmuckstück in den Händen.

Lebewohl Havelock

Montag, 17.11.2014

Die letzte Woche Arbeit hat sich wirklich gezogen, besonders der Freitag. Aber nachdem wir uns von den Kollegen verabschiedeten ging ins Hostel sachen packen.

Ich dachte mir eine kleine Geste des guten Willens wäre angebracht, also entschied ich mich für ein Frühstück. Freitagabend und Samstagmorgen machte ich Pancakes für alle (danke Nina fürs beibringen :) ) nach insgesamt 4 Stunden in der Küche hatte ich 5 Türme Pancakes für die Allgemeinheit bereitgestellt.

Schließlich verabschiedete ich mich von Maria, Nina und Mauricio. Mit diesen 3 und Flo habe ich mir in den letzten Woche meinen Schlafraum und die Freizeit geteilt. Zum Abschiedgabs ein Gruppenfoto und eine Dose Bier.

Also nach der Arbeit und mit aufebesserter Reisekasse gehts los mit Reisen.

Ich sage lebewohl zu Havelock, dem kleinen Hafenstädtchen in den Malborough Sounds, dass uns Arbeit, Freunde und eine Heimat für 3 Monate gegeben hat.

Nelson Lake und Abel Tasman National Parks

Donnerstag, 13.11.2014

Wieder eine Woche Arbeit hinter mich gebracht, Zeit für den nächsten Trip. Dieses mal geht’s zum Nelson Lake National Park. Dieser ist nur ca 90 min entfernt. Also mal fix ins Auto mit Florian und Anja, eine nette Deutsche aus dem Hostel (obwohl sie aus dem Osten kommt (kleiner Witz am Rande)).

Zu dritt ging es zum Nelson Lake NP, der war sehr leicht zu finden. Direkt am Steg gab es viele Aale, von denen ich coole Unterwasserbilder erhaschen konnte. Am See wurde auch verdammt günstig angeboten Kayak zu fahren, da konnten wir natürlich nicht widerstehen.

         

Mal wieder Arbeit, aber dieses Wochenende nur faulenzen...

Das Wochenende darauf ging es zum Abel Tasman National Park, da es dank eines bezahlten Feiertages ein langes Wochenende war fuhren wir hier hin. Mit von der Partie waren, Florian, Nina (eine sehr nette, Vorsicht Überraschung, Deutsche) und Mauricio aus Ururgay. Direkt Freitag nach der Abend ging es nach einem kleinen Präabendessen und einer Dusche los. Die Fahrt zum Abel Tasman NP dauerte so um die 3 Stunden, nach einem Drittel der Strecke machten wir einen Zwischenstopp in dem netten Städtchen Nelson, recht groß für Neuseeland aber eher klein für deutsche Verhältnisse.

An dem Tag war auch zufällig Halloween, davon gesehen hat man allerdings nicht. Also in Deutschland wird das mehr zelebriert. Beim Abel Tasman gibt es eine kleine Stadt, wohl eher ein kleines Kaff dessen einzige Einnahmequelle der Touristik im National Park ist. Der Abel Tasman National Park ist einer der kleinsten dennoch auch einer der schönsten National Parks in Neuseeland, berühmt ist er für seine goldenen Strände, an der gesamten Küste verläuft ein Wanderweg.

Dieser Wanderweg ist sehr lang und kommt an zich schönen Aussichten vorbei, solche werden hier als Great Tracks bezeichnet, davon gibt es 8, soweit ich mich erinnere in den National Parks hier. Der gesamte Küsten Track ist 50 km lang, wir haben geplant, uns mit einem Wassertaxi zu einer bestimmten Küste fahren zu lassen und dann den Rückweg zum Eingang des Park zu wandern. Mauricio allerdings hatte keine Isomatte und keinen Schlafsack, deshalb fuhr er mit einem Bus in die nächste Stadt um auf uns zu warten. Schade, aber selber Schuld. Also zu da waren wir nur noch zu dritt.

Per Wassertaxi zum Ohahri beach und haben den langen Samstag mit wandern verbracht, es war super schön, aber als wir nach 20 km am vorher gebuchten Campingplatz ankamen waren wir froh unsere Zelte aufschlagen zu können. Am nächsten Tag gingen wir die restlichen 12 km( der gesamte Track war den anderen zu viel) zurück, nach einem kleinen Abstecher zum Split Apple Rock ging es wieder Heim. Gerade im Hostel angekommen fing es an zu schütten, perfektes Timing.

                        

French Pass

Sonntag, 19.10.2014

Die erste längere Tour stand unserem Gefährt bevor. Tief in die Malborough Sounds zum French Pass, in der die stärkste Strömung Neuseelands fließt.

Der Weg dorthin bestand nur aus sehr kurvigen Schotterstraßen, die in die Flanken der Hügel geschlagen zu sein schienen. Da neben dem Auto sich auf der einen Seite nur eine Wand über dem Auto zu erstrecken scheint und auf der anderen nur ein steiler Abhang nur darauf wartet, dass ein unaufmerkamer Fahrer dort abgleitet.

Aber es war dann doch sehr schön.

Kaikoura und Havelock

Sonntag, 19.10.2014

Zwischen Havelock und Christchurch liegt der Ort Kaikoura, dort gibt es viele wilde Robben die an den Küsten liegen und darauf warten von einem deutschen Soldaten fotografiert zu werden!

                      

In Havelock beschloss ich den nächst größeren Hügelgipfel zu besteigen, der Wanderweg entpuppte sich schnell eher zum Kletterpfad. Der Aufstieg kostete mich um die 3 Stunden, doch die Aussicht kann sich sehen lassen. 

Arbeit, Arbeit und Trips

Sonntag, 19.10.2014

Der Autokauf, hat meine Pläne bezüglich meiner Arbeitszeit in der Muschelfabrik spürbar über den Haufen geworfen. Zum einen das Auto und zum anderen die Benzinkosten lassen mein Bankkonto erzittern.

Deshalb werde ich voraussichtlich bis zum 14. November arbeiten und dann mit Florian unsere gemeinsamen Reiseziele abzufahren. Die Arbeit ist hart, jeden Morgen stehe ich um 4 Uhr auf, frühstücke etwas und dann mit 3 Pausen stehe ich 9 Stunden lang am Fließband und danach 1 ½ Stunden in einem anderen Teil der Fabrik zu putzen. So verdiene ich pro Woche 650 NZ $. Noch dazu spare ich an allen Ecken, in der Fabrik gibt es in der Kantine Milch umsonst, also gibt es jeden Tag Reismüsli, die bestehen größtenteils aus Luft, aber so versorge ich mich mit einer Packung für rund 2 $ eine Woche lang mit einem Mittagessen. Dazu gibt es an den meisten Abenden Reis mit Currysauce. Ich trinke auch nur Leitungswasser, dass hier in Neuseeland mit Chlor beigemischt wird. Was mir am Anfang einige Bauchschmerzen bereitet hat, erspart mir viel Geld und falls ich in Deutschland Durst habe kann ich einfach ins Schwimmbad gehen.

Um nicht durchzudrehen, machen wir jedes Wochenende einen kleinen Trip um uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung anzuschauen. Mit einem Auto ist das sehr wohl möglich.

Ein neuer Gefährte

Sonntag, 19.10.2014

Ein Deutscher aus dem Hostel wollte sein Auto verkaufen, für 1900 NZ $ hätte es mir gehören können.

Ich war sehr in Versuchung, so sehr, dass ich mit dem Auto in eine Werkstatt gefahren bin um einen Vorabcheck machen zu lassen. Das Ergebnis war ernüchternd. Das Auto war eher ein rollender Haufen Schrott. Laut dem Mechaniker hätte man um alles reparieren zu lassen nochmal 2000 Dollar draufzahlen können.

Nun, dieses Auto hatte ich mir damit aus dem Kopf geschlagen, jedoch nicht den Gedanken an ein eigenes Auto. Ich habe mir zich Gedankenflüge erlaubt, ein eigenes Auto ist einfach hervorragend. Eine solche Freiheit ist einfach zu verlockend. Der Mechaniker hat ein wenig herumtelefoniert, ein Freund von ihm hat in der Nachbarstadt ein Autohaus in dem er ein Auto für 1800 für uns hätte. Zudem war die Frau des Mechanikers so freundlich uns zum besagten Autohändler zu fahren, da haben wir uns das Schmuckstück direkt ein mal angesehen.

Es handelt sich um einen Nissan Maxima, Baujahr 1997 und schon 217000 km hinter sich, dass ist allerdings halb so schlimm da in Neuseeland es hauptsächlich lange gerade Landstraßen gibt. Nach einer Probefahrt stand die Entscheidung fest, dieses Auto wird gekauft! Florian, trug 400 $ dazu bei und ich übernahm den Rest sowie die Versicherung. Da Florian, das Land früher verlässt als ich kann ich das Auto verkaufen und den Erlös behalten. 2 Tage später, nachdem wir per Online Banking bezahlt hatten, stand die alte Schönheit bereit auf dem Heimweg von der Arbeit abgeholt zu werden.

Nun, bin ich stolzer Besitzer meines ersten eigenen Autos und bin um einen Reisegefährten reicher!

Havelock

Sonntag, 14.09.2014

Als wir in Pickton ankamen haben Flo und ich eher zufällig einen Bus gefunden der uns in dem kleinen Hafenkaff Havelock absetzen konnte, und das für wenig Geld.

Man sagte uns hier gäbe es Jobs in der örtlichen Muschelfabrik. Nachdem wir uns beworben haben kriegten wir dank den Connections unseres Hostelbesitzers Shane diese auch nach 2 Wochen.

Nun, es ist anstrengende Fließbandarbeit bei der man die frisch eingetroffenen Muscheln sortiert.

Aber ich mach das eher um dden noch kalten Frühling schnell hinter mich zubringen. Und etwas mehr Geld kann nicht schaden. Hier werde ich bis voraussichtlich Anfang Oktober bleiben.

Und hier noch einige Bilder zum Städtchen. 

             

Südwärts

Samstag, 30.08.2014

Wir nahmen den Naked Bus von Rotorua nach Wellington, die Fahrrt würde knappe 7 Stunden dauern. Wir fuhren dann durch die Stadt Taupo, entlang des gleichnamigen Sees und weiter am Tongariro Nationalpark vorbei. Die schneebedeckten Gipfel der Berge sahen trotz der Entfernung sehr beeindruckend aus .

 

In Wellington ausgestiegen fällt Florian auf, dass sein Handy fehlt. Nach durchstöbern all seiner Hosen- und Jackentaschen sowie Rucksäcke bleibt es immernoch verschollen. Der Bus fuhr jedoch schon nach Abgabe des Gepäcks sofort weiter, damit konnte er nicht nochmal einen Blick drauf werfen. Wir hatten keine Nummer vom Naked Bus uns blieb also Nichts anderes übrig als zum gebuchten Hostel zu gehen. Das bisher schlechteste Hostel! Das Rosemere Backpacker Hostel in Wellington ist auf gut deutsch scheisse. Die anderen Gäste waren irgentwie komisch, nur am saufen, es war dreckig und in unserem Zimmer war es unmenschlich kalt. Eine gute Isolierung ist diesem Land sowieso ein Fremdwort, doch hier waren die Decken gute 3 meter hoch, damit würde es auch einfach kalt bleiben, ach und nicht zu erwähnen wäre die kaputte Heizung...

Seis drum, der nächste Tag verbrachten Flo und ich damit irgentwie sein Handy wieder zu besorgen. Bisher war damit keiner bei Whatsapp online und auch sonst war keine Aktivität zu verfolgen. Es ist also wahrscheinlich, dass es ihm aus der Hosentasche gerutscht ist.

Wohl oder Übel müssen wir weiter, wir nehmen die Fähre nach Picton. In der kleinen Stadt Havelock sagte man uns gäbe es gute Jobs in der örtlichen Muschelfabrik. Die 3 1/2 Stunden lange Fahrt war sehr cool. Am Anfang schauten wir uns in einem kleinen Kino auf der Fähre Das Leben des Walter Mitty mit Ben Stiller an (nicht sicher wegen dem Titel) danach gingen wir auf Deck und genossen bei starken Wind den Anblick wie wir gerade die Südinsel erreichten. Wir fuhren durch die Malborough Sounds. Das sind geflutete Täler bei denen nur die Berge aus dem Wasser schauen. Wie cool das aussieht könnt ihr euch auf den Bildern (in Kürze) oder bei Facebook anschauen.

Travelgang

Freitag, 29.08.2014

Waitomo Caves

Nach einer Nacht in einem, meiner Meinung nach, überteuerten Hostel. begann meine erste Autofahrt. Der Linksverkehr ist was abgefahren aber nach einigen Minuten ging es voll klar. Also ich fuhr zu den Waitomo Caves. Das ist ein großes geflutetes Höhlensystem, in dem man einige Raftingtouren machen.

    

Danach ging es nach Taupo, Neuseelands größter See. Dort hatten wir ein super Hostel auf Motelniveu. Der Inhaber hat ein eigenes Schiff auf dem er uns mitgenommen hat. Am Abend besuchten wir die lokalen heißen Quellen. Aus der Erde sprudelt heißes Wasser dass in Becken fließt in die man sich reinlegen kann. Das war sehr entspannend!

      

Von Taupo ging es nordwärts nach Rotorua, der kulturellen Hauptstadt der Maori (Ureinwohner Neuseelands). Auf halben Wege besuchten wir noch den berühmten Wai-O-Tapo Park (tötet mich nicht gleich, falls das falsch ist). Dort gab es wieder viele thermische Besonderheiten, darunter die Champain Pools. Dieser türkisfarbene Pool, mit seinem kräftigen orangenen Rand, ist um die 100 Grad heiß und dampft sehr stark.

     

Rotorua ist bisher die schönste Stadt in der wir waren, alles war sehr sauber. Überhaupt gab es hier viel mehr junge Menschen. Unser Hostel, das Crash Palace Rotorua war sehr cool. Günstig und dafür bekam man recht viel: Kostenlose Benutzung des Whirlpools, des Billardtisches und jeden Tag gibt es ein kleines Special. Beispielsweise gibt es Mittwoch einen Filmeabend, Freitags gibt es vom Besitzers Spaghetti Bolognese spendiert sowie Sonntagfrüh Pamcakes. Und Samstags gibt es kostenlose Armbänder mit denen man umsonst in 3 Clubs der Stadt kann, die normalerweise Eintritt kosten würden. Dazu kommt noch das man für 5 NZ $ 2 Biere bekommt, auf Deutsch gesagt 2 Bier für 3,50€. Also sehr gut, da hier der Alkohol sowieso schon was teurer ist. Das ist der Grund warum ich auf jeden Fall zurück nach Rotorua kommen werde. Nach 2 Tagen in Rotorua und insgesamt 9 Tagen zusammen mit der Travel-Gang hieß es Abschied nehmen, Simona ging zurück nach Taupo, dort kann sie in unserem damaligen Hostel für freie Unterkunft arbeiten bis sie einen Job hat. Isabel fuhr mit Michaela zurück nach Auckland um das gemietete Auto zurück zubringen und danach als Au Pair zu arbeiten. Michaela flog von Auckland aus nach Hawaii. Thibault, Florian und ich nahmen den Naked Bus (die Busverbindung zwischen den Städten) nach Wellington am südlichen Ende der Nordinsel.

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